Lehrstuhl für Data-driven Analysis and Design of Materials
Der CDMA im Verbund
Der Lehrstuhl für Data-driven Analysis and Design of Materials (CDMA) wurde zum 01.08.2024 neu gegründet und hat Kompetenzen in der zerstörungsfreien Charakterisierung von Werkstoffen mittels Röntgenstrahlung, insbesondere mittels skalenübergreifender 3D Bildgebung, sowie Expertise in der Deep Learning basierten Bildverarbeitung und Modellierung.
Ein Fokus in der Modellierung stellte bisher die Korrosion abbaubarer Implantate da, sowie die Zellreaktion und das Knochenwachstum in Abhängigkeit des Abbaus. Neben der Modellierung mittels Differentialgleichungen, nutzt der Lehrstuhl Surrogatmodelle zur Steigerung der Recheneffizienz komplexer Modelle. Mittels dieser Ansätze automatisiert der Lehrstuhl die Bildsegmentierung und quantitative Bildauswertung, und ermöglicht beispielsweise innovative Bild-zu-Bild Translationen sowie die Korrelation von Bildvolumina unter Belastung.
Ebenso bringt der CDMA Expertise zur datengetriebenen Modellierung und Optimierung für die Katalysatorentwicklung in das Konsortium mit ein. Die Korrelation von Modell- und Motorexperimenten, die der Lehrstuhl unterstützt, ermöglicht eine Translation und nachhaltige Nutzung der Projektergebnisse.
Interdisziplinäre Fakultät und Helmholtz-Zentrum Hereon
Darüber hinaus ist der Lehrstuhl Mitglied der Interdisziplinären Fakultät, Department Leben, Licht und Materie (LLM). Im Konsortium nutzt der Lehrstuhl CDMA diese Expertisen um die Charakterisierung der Werkstoffschädigung durch den Ammoniakbetrieb und in Abhängigkeit von Schmierölen zu automatisieren und eine Vorhersage des Schädigungsfortschritts zu ermöglichen.
Durch Anbindung an das Helmholtz-Zentrum Hereon (Geesthacht), besteht ein außerdem direkter Zugang zu Röntgentomographen (Easytom XL, RXSolutions), sodass korrelative multiskalige Materialuntersuchungen in Verbindung mit dem Lehrstuhl für Werkstofftechnik möglich sind.
