Lehrstuhl für Analytische Chemie und Umweltchemie

Der LAC im Verbund

Die Analytische Chemie verfügt über eine langjährige Expertise in der Analytik von Spurenkomponenten in motorischen Abgasen und der molekularen Charakterisierung von Partikeln und petrochemischen Produkten.

Die verwendeten Methoden basieren weitgehend auf Massenspektrometrie und Chromatographie. Es werden sowohl Echtzeitmethoden als auch laborgebundene Offline-Methoden eingesetzt. Darüber hinaus bestehen langjährige Erfahrungen mit auf Zellkulturen basierenden in-vitro Verfahren zur Bestimmung toxikologischer Eigenschaften von komplexen Gemischen wie Motorabgasen oder Partikeln.
Die Aufgaben im Verbund bestehen in der Anwendung von Online-Analysemethoden auf Basis der Massenspektrometrie für die Echtzeitdetektion gasförmiger Spurenverbindungen in motorischen Abgasen und Prozessgasen, um Änderungen im Profil der emittierten organischen Verbindungen wie aromatische Kohlenwasserstoffe bei Verwendung von Ammoniak als Brennstoff schnell erfassen zu können.

Damit zusammenhängend erfolgt auch eine physikalische Charakterisierung der partikulären Emissionen (Größenverteilung, Anzahl- und Massenkonzentrationen). Partikel werden darüber hinaus auch auf Filtern gesammelt und einer Analyse der chemischen Zusammensetzung unterzogen (hauptsächlich organische Komponenten). Schließlich kann in enger Zusammenarbeit mit dem LKV eine Analyse der
organischen Bestandteile von Schmierölen mit chromatografischen Methoden und hochauflösender Massenspektrometrie durchgeführt werden. Gesammelte Partikel werden auf verschiedene toxikologische Endpunkte wie Zellltoxizität, Gentoxizität, oxidativen Stress und Entzündungsmarker untersucht. Bei diesen Arbeiten besteht ein hohes Verwertungspotential über die Bereitstellung schnell arbeitender Analysetechniken für ein Abgasscreening beim Einsatz neuartiger Kraftstoffe auch im Hinblick auf toxikologisches Potential und Auswirkung auf menschliche Gesundheit und die Umwelt.